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Einbindung aus www.Akupunktur-Neunburg.de Hegu - hĂ© gǔ - 合谷Internationale Nomenklatur Dickdarm-Large Intestine4 (LI4)* Am HandrĂŒcken zwischen 1. und 2. Mittelhandknochen * in Höhe der Mitte der 2. Mittelhandknochens Funktion: Yuan- Punkt, Himmelsfensterpunkt, Regulationspunkt (Gesicht und Mund) Traditionelle Indikation: Leitet Wind / KĂ€lte und Wind / Hitze aus, befreit die OberflĂ€che, klĂ€rt die Meridiane, stĂ€rkt Yang und Wei- Qi [Quelle: www.AkuData.de] Integrative Medizin (Wirkung)Dieser Punkt wurde in zahlreichen Kombinationen untersucht, die Zahl der Untersuchungen als Einzelpunkt ist jedoch erstaunlich gering. ZusĂ€tzlich ist die Studienlage ausgesprochen heterogen. Eine gewisse schmerzlindernde Wirkung bei Dysmenorrhoe wurde in zwei Studien dargestellt.Bei hyperaktiver Blase und Harnverhalt, sowie MyokardischĂ€mie zeigte LI4 sich weitgehend unwirksam, oder aber als Kontrollpunkt dem korrekten Punkt deutlich unterlegen. Anatomisch funktionelle Zuordnung: (1) Bei LI4 fanden sich bei Ratten im NMR konsequent neuronale AktivitĂ€ten in Hypothalamus (H), periĂ€quaduktalem Grau (PAG) und dem medialen Nucleus raphe (MnR). Bei klassisch zur Analgesie verwendeten Punkten (hier LI4) fand sich tendenziell eine frĂŒhere Aktivierung von schmerz-modulierend wirksamen Hirnbereichen als bei solchen, die gewöhnlich nicht dazu verwendet werden. FĂŒr Schmerzwahrnehmung und -empfindung zustĂ€ndige Bereiche wie PAG und MnR waren bei den klassisch dazu verwendeten Punkten aktiver, als bei den nicht dazu verwendeten.[1302951760-de] (3) Propidiumjodid (PI) oder Bisbenzimid (Bb) war jeweils einzeln in die Punkte und den SchilddrĂŒsenbereich (TG) injiziert worden. Untersucht wurden die Spinalganglia (DRGs) von C 1 - C 8 und Th 1. In allen Segmenten fanden sich die Farbstoffmarkierungen. Von LI4 (und PC6) fanden sie sich in erster Linie in den Segmenten 4-8 (von LI18 und TG hauptsĂ€chlich in den Segmenten 1-6).[1322143152-de] (10) Bei gesunden Rhesusaffen wurde vor und nach einer Akupunktur im Gesichtsbereich ĂŒber den Ossa frontale und zygomaticus, sowie periorbital ein EMG (Elektromyogramm) abgeleitet. Dabei fand sich, daĂ LI4 dort in allen EMGs einen recht spezifischen EinfluĂ auf die Gesichtsmuskulatur zeigte, der sich in signifikanten VerĂ€nderungen bezĂŒglich Frequenz, Spitzenwert, Bereich und Latenzzeit Ă€uĂerte. Der EinfluĂ von LI4 war dem von SI3 und SJ5 jeweils signifikant ĂŒberlegen.[1390234176-de] (11) Mittels Injektion von Choleratoxin (Untereinheit B) konjugiertes Alexa Fluor 594 (AF 594) rechts in den Bereich von LI4 wurden die entspechenden primĂ€ren sensorischen (in den dorsalen Hinterhörnern - DRG) und motorischen (im RĂŒckenmark C1 - C5) Neurone bei Ratten markiert und auf Lokalisation und Expression von calcitoningenbezogenem Peptid (CGRP - engl.: calcitonin gene-related peptide) hin untersucht. Dabei fanden sich nach drei Tagen alle mit AF 594 markierten Neurone auf der Seite der Injektion. Die sensorischen Neurone fanden sich in den Segmenten C5 bis Th1 (Maximum der CGRP- positiven Neurone bei C7 mit knapp 75%). Markierte motorische Neurone fanden sich in den spinalen Vorderhörnern der Segemente C6 bis Th1 (Maximum der CGRP- positiven Neurone bei C8 mit 100%). Die Autoren schlossen zudem daraus, daĂ CGRP fĂŒr die therapeutische Wirkung von LI4 eine Rolle spielen kann.[1404490713-de] (12) Das Wesen des Akupunkturpunktes: Die Studie untersuchte die VerĂ€nderungen an Akupunkturpunkten infolge direkter Stimulation, oder deren histochemische Reaktion auf eine Verletzung der Magenschleimhaut. Parameter waren dabei die Tryptase- positiven Mastzellen, Histamin (HA), Serotonin (5HT) und nozizeptive Neuropeptide wie CGRP (calcitonin gene-related peptide) und Substanz P (SP). Akupunkturpunkte an unterschiedlichen Körperstellen wie DU20, BL21, REN12 und LI4 wiesen zwar die gleichen Bestandteile auf, aber die Inhalte waren unterschiedlich. Direkte Stimulation fĂŒhrte beispielsweise bei LI4 zu signifikanten VerĂ€nderungen der Expressionen von SP und CGRP, sowie zu dortigen Aggregationen und Degranulationen von Mastzellen.[1482926037-de] (15) An LI4 (auf der stimulierten, nicht auf der unstimulierten Seite) reagierten die lokalen Nervenendigungen und die Mastzellen darauf mit Heraufregulation der Expressionen von Substanz P und CGRP (calcitoningenbezogenes Peptid) in den Nervenfasern, sowie mit Aggregation und Degranulation von Mastzellen mit Histamin- und Serotonin- positiven Granula.[1524501449-de] Analgesie: (8) Bei Ratten mit funktionellen Bauchbeschwerden nach AcetatsĂ€uregabe fanden sich unter ST36 signifikant geringer Bewegungsvermeidung der Eingeweide, eine signifikante Regulation der Neuropeptide im Thalamus und des Somatostatin in Colongewebe und Blut. LI4 wies nur Signifikanzen bei der Regulation der Neuropeptide im Thalamus und des Somatostatin in Colongewebe auf.[1364942996-de] (16) LI4 lindert den Wehenschmerz vergleichbar mit Pethidin (ist dabei aber SP6 unterlegen) und steigerte Dynorphin im Serum, sowie die Expressionen von Prodynorphin und kappa Opioidrezeptoren im Lumbalmark (nicht im zerebralen Cortex).[1529059139-de] (22) Bei Ratten wurde mittels Injektion von Freunds Adjuvans in eine Hinterpfote entzĂŒndlicher Schmerz (Verminderung der Schmerzschwelle) induziert. Dabei stiegen in prĂ€frontalem Cortex, Hypothalamus und periaquĂ€duktalem Grau die Expressionen von pPKA (engl.: phosphorylated protein kinase A), pERK (engl.: extracelluar signal- regulated kinase) und pCREB (engl.:cAMP- response- element-binding protein) (jeweils Signifikanz). Elektroakupunktur (nicht Scheinakupunktur) steigerte die Schmerzschwelle und reduzierte alle genannten MeĂparameter in allen genannten Arealen (jeweils Signifikanz).[1628850247-de] FlieĂfĂ€higkeit des Blutes: (2) konnte gezeigt werden, daĂ EA an ST36, SP6 und LI4 jeweils zu einer signifikanten Verbesserung der FlieĂfĂ€higkeit und gleichzeitig auch zur Verminderung der BlutplĂ€ttchen-AdhĂ€sion fĂŒhrten. PC6 und BL23 zeigten keine vergleichbaren Effekte.[1322141872-de] Dysmenorrhoe: (4) Bei Ratten mit Dysmenorrhoe bewirkte LI4 sowohl eine gewisse Analgesie, als auch eine schwache Verbesserung der Inositoltrisphosphat- (IP3) Regulation im Uterusgewebe. [1322144660-de] (5) Bei Ratten wirkt LI4 bei Dysmenorrhoe analgetisch und beeinfluĂt die Uteruskontraktionen positiv.[1324493558-de] Vesico-vasculĂ€rer Reflex: (6) Untersucht wurde der vesico-vasculĂ€rer Reflex (VVR) bei narkotisierten Ratten ausgelöst durch eine Aufdehnung der Blase. Dabei zeigte ST36 keinerlei signifikante Auswirkungen auf die Blutdruckregulation, LI4 jedoch schon.[1325509282-de] Sonstiges: (7) Bei Ratten, bei denen mittels Okklusion der Arteria cerebri media eine lokale cerebrale IschĂ€mie ausgelöst worden war fĂŒhrte LI4 zu einer Hochregulation des Anteils der endothelialen Progenitorzellen in Blut und Knochenmark, sowie der SDF-1 (stromal cell-derived factor 1 alpha) und CXCR 4+ (CXC Chemokine Rezeptor 4+) positiven Zellen im Blut.[1364593381-de] (9) Die Vorbehandlung mittels Elektroakupunktur an LI4 bewirkte bei Ratten - nach intraperitonealer Verabreichung einer tödlichen Dosis Lipopolysaccharide - eine dramatische Zunahme der Ăberlebensrate (von 20 auf 80%). Verantwortlich dafĂŒr machten die Autoren beispielsweise die Aktivierung cholinerger antientzĂŒndlicher Signalwege und schlossen, daĂ auf diese Weise ein vorbeugendes perioperatives Behandlungsschema fĂŒr Risikoeingriffe entstehen könnte.[1365003814-de] (14) Infolge zerebralen IschĂ€mie- / Reperfusionstraumas am Rattenmodell stiegen die Expression des Stammzellenfaktors (SCF), seines Rezeptors ckit und der Matrix Metalloproteinase 9 (MMP9). Elektroakupunktur steigerte alle drei Parameter signifikant weiter und verbesserte die Tiere verhaltensneurologisch.[1506438001-de] (21) Bei neugeborenen Ratte war durch StreĂ (Isolierung vom Muttertier), EinlĂ€ufen mit EssigsĂ€ure und colorektaler Distension ein Reizdarmsyndrom ausgelöst worden. Dabei stiegen die Expression eines Serotoninrezeptors (engl.: colonic 5-hydroxytryptamine 3A receptor; Abk.: 5HT3AR) im Dickdarmgewebe, die abdominale Schmerzschwelle nahm ab und die Formung des Stuhlganges verschlechterte sich (jeweils Signifikanz). Beide Punkte verbesserten alle Parameter jeweils signifikant (wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung).[1613751158-de] Kontrollpunkt (13) Nach einem koronaren IschĂ€mie- Reperfusionstrauma stieg der Gehalt des Myokards an NO (Stickstoffmonoxid), sowie NOS (Stickstoffmonoxidsynthase) und fiel der von intrazellulĂ€rem Kalzium (2+). Unter PC6 (nicht LI4 und auch nicht LU7) fiel der Gehalt des Myokards an NO , sowie NOS und stieg der von intrazellulĂ€rem Kalzium (2+). (Kardioprotektion durch den organbezogenen Punkt.)[1496222317-de] (17) (18) LI4 wirkte bei hyperaktiver Blase[1556534083-de] und Harnverhalt[1564567404-de] nicht. (19) Beim Herzinfarkt wirkte LI4 wesentlich schlechter als PC6.[1565281576-de] (20) Nach IschĂ€mie- / Reperfusionstrauma des Herzens steigen im Serum AcetoacetatsĂ€ure, Lecticacid, Kreatin, Glycerin und Glucose und und es senkten sich Alanin, Glutamin, Glycerophosphorylcholin und Phosphorylcholin (jeweils Signifikanz). Nach Vorbehandlung an PC6 (nicht LI4) lagen Glukose höher und Leucin, Isoleucin, Valin, 3 HydroxybuttersĂ€ure, Laktat, Acetat, Aceton, AcetolacetatsĂ€ure, PyruvicsĂ€ure, Glutamin, Kreatin und Glycerin niedriger (jeweils Signifikanz).[1593616681-de] (23) Nach Abbinden eines HerzkranzgefĂ€Ăes traten bei Ratten am Herz ein deutlicher Infarkt und ein erhebliches Absterben von Muskelzellen, sowie Steigerungen der Expressionen der Adenosinrezeptoren A1, A2a und A2b auf. Dann folgte fĂŒr fĂŒnf Tage tĂ€glich Elektroakupunktur. Wurde PC6 behandelt, so lagen alle Parameter verglichen mit allen anderen Gruppen (unbehandelt, LI4 und NAP) jeweils signifikant niedriger. (Hinweis: NAP lag zwischen drittem und viertem FuĂwurzelknochen.)[1634109224-de] (24) Nach Ligatur eines HerzkranzgefĂ€Ăes sank bei Ratten der kardiale Auswurf, im EKG hob sich die ST-Strecke und im Herzmuskelgewebe sank der Gehalt an ATP und es stieg der von AMP (jeweils Signifikanz). Elektroakupunktur (2 Hz / 100 Hz) an PC6, nicht an LI4 oder NAP (Nicht-Akupunkturpunkt) beeinfluĂte alle Parameter jeweils gegenteilig signifikant. Fehlten bei den Ratten Adenosinrezeptor A1 oder Adenosinrezeptor A2b, so zeigte der Einsatz von PC6 keine signifikante Wirkung.[1688139215-de] Quellen: www.AkuData.de: [Quelleneinbindung in eckigen Klammern entspricht AkuData-Index] |
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