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* Bei gebeugtem Ellenbogen * auf der geraden Verbindungslinie zwischen dem Ende der Beugefalte und dem Condylus humeri lateralis * etwa auf halber Strecke in einer Vertiefung Funktion: 5. antiker Punkt (Erde), He- Punkt, Himmelsfensterpunkt, Geistpunkt (nach San Si Miao) Traditionelle Indikation: Leitet (feuchte) Hitze aus [Quelle: www.AkuData.de] Integrative Medizin (Wirkung)Studien zu LI11 (Quchi) zeigen vielfältige Wirkungen, insbesondere auf gastrointestinale Motilität, Blutdruck und Entzündungsreaktionen. LI11 steigerte die Motilität von Magen und Jejunum (über Parasympathikus und cholinerge M2-Rezeptoren), erhöhte Stuhlgangsfrequenz, Wassergehalt und Serotonin-Expression bei Obstipation, war jedoch bei colorektaler Hypersensibilität weniger wirksam. LI11 reduzierte entzündliche Marker bei entzündlichen Prozessen, zerebraler Ischämie und atopischer Dermatitis, wobei es Hautschäden, Juckreiz und depressionsähnliche Verhaltensstörungen linderte. Als Kontrollpunkt war LI11 oft unwirksam (z. B. bei Angstverhalten).Gastrointestinale Motilität (6) Eine Stimulation des Punktes beeinflußte die Magenmotilität (Zunahme des Drucks im Magen) und der Herzfunktion (Abnahme des linksventrikulärer Drucks). Seine Wirkung unterschied sich dabei von anderen Punkten.[1452525957-de] (3) LI11 steigert die Magenmotilität (MM) bei Ratten. Dabei waren die Tiere unter Normal- und unter Hungerbedingungen untersucht worden und LI11 auch in Kombination verglichen worden. Es zeigten sich spezifische Wirkungen der Punkte: ST25 hemmt die MM, während LI11 und ST37 sie anregen. Die Paarbildung zeigte folgendes Ergebnis: Die Zweiergruppe ST25 + ST37 reduziert die MM, LI11 + ST37 stimuliert sie und LI11 + ST25 zeigt keinen erkennbaren Effekt.[1390324400-de] (13) LI11 steigert die Motilität des Jejunums. (Dort finden sich vorherrschend cholinerge muskarinartige Rezeptoren von Subtyp M2)[1516445656-de] (15) Bei Obstipation steigerte LI11 den Wassergehalt des Stuhles, die Stuhlgangsfrequenz, sowie die Expressionen von Tryptophanhydroxylase (TPH) im Dickdarmgewebe und Serotonin (5HT) in Stuhlgang und Dickdarmgewebe und senkten die Magen- Darmpassagezeit (jeweils Signifikanz).[1529405788-de] (18) LI11 regt die Motilität des Jejunums über den Parasympathikus an. Atropingabe und Vagotomie hemmten diese Wirkung.[1583921514-de] Blutdruck (1) Bei spontan hypertensiven Ratten senken LI11, HT7 und LI11 signifikant den systolischen und auch den diastolischen Blutdruck. das kann in engen Zusammenhang stehen mit dem Einfluß der Punkte auf das Angiotensin II (ANG) im Plasma, Aldosteron (ALD) und das atriale natriuretische Peptid (ANP). Signifikante, verbessernde Einflüsse auf ANG durch LI11 waren nachweisbar. Der Nachweis signifikanter Wirkungen fehlte für LI15 und NAP.[1325511800-de] (8) Bei Ratten wurde mittels Injektionen von Angiotensin II Bluthochdruck ausgelöst. LI11 (nicht LI15) konnte anschließend den mittleren arteriellen Blutdruck (MAP), die Herzfrequenz, das Noradrenalin im 24 Stundenurin und die Expression von NADPH (Nicotinamidadenindinukleotidphosphat) Enzym Untereinheit p47phox in der rostralen ventrolateralen Medulla (RVML) reduzieren, sowie die Transferfunktion Blutdruck zu Herzfrequenz (BRS) und die Expression von BDNF (brain derived neurotrophic factor) in der RVLM steigern (jeweils Signifikanz). BRS wurde errechnet aus den Quotienten aus Herzfrequenz und MAP jeweils nach und vor Injektion von Phenylephrin.[1475159954-de] (12) Bei Ratten wurden in Narkose mittels Laser (Erwärmung der Hautoberfläche auf 54 Grad Celsius) Akupunkturpunkte stimuliert und anschließend Herzfrequenz (HF) und mittlerer arterieller Blutdruck (RR) gemessen. Die Stimulation von PC6 und LR3 (links oder rechts), sowie LI11 (rechts) steigerte HF und RR. Bei LI11 (links) reagierten HF und RR nicht, während beide bei ST36 (links oder rechts) absanken. Nach Durchtrennung der Rückenmarks waren alle diese Reaktionen wesentlich gemindert.[1503398069-de] Entzündungsreaktion (2) Regulierender Einfluß von LI11 auf die Expression von Cyclooxygenase-2 (COX)- mRNA und Protein bei Ratten mit Entzündungsreaktion.[1325691891-de] (11) Die Applikation von humanem Tumornekrosefaktor alpha (hrTNF) an Implantaten führt bei Ratten zu Entzündungsreaktionen und damit in Zusammenhang stehenden signifikanten Veränderungen von mRNA- und Protein- Expression von Cyclooxygenase (COX2). LI11 kann diese Expression signifikant reduzieren (mRNA 24 Stunden und Protein 1 Stunde nach Injektion des hrTNF).[1499931039-de] Fettstoffwechsel (4) LI11 kann auch als Einzelpunkt den Fettstoffwechsel - Gesamtcholesterin, Triglyceride, HDL, LDL und der Quotient LDL/HDL (Arterioskleroseindex) – signifikant verbessern.[1427367673-de] Pruritus (5) Wird LI11 durch Kälte stimuliert (nicht NAP) so lindert er einen durch Histaminausschüttung und Mastzelldegranulation bewirken Juckreiz. Dabei reduziert er c- Fos im Halsmark und aktiviert die TRP- Kanäle (engl.: transient receptor potential channels).[1429023258-de] (20) Nach Injektion von Pruritogen (z. B. Verbindung 48/80, Chloroquin oder Serotonin, sowie alpha Methylserotonin Agonist der Serotoninrezeptors 5HT2 und LP44, einem selektiven Agonisten für 5HT_7) in die Wange und MC903, das serotonerges Jucken auslöst, traten bei Mäusen deutliche Verhaltensstörungen auf. Akupunktur linderte diese signifikant.[1672659770-de] Colorektale Hypersensitivität (7) Eine viscerale Hypersensibilität (erzeugt mittels Zymosan) bei Mäusen wurde durch ST25, ST36 und ST37 besser gelindert als durch LI11 und BL25 und durch die wiederum besser als durch BL32. Auch bewirkte Akupunktur eine Herunterregulation der Expression von cFOS in Gyrus cinguli (Pars anterior - Brodmannareal 24), Hypothalamus, spinalem Hinterhorn und kolorektal.[1472225179-de] Sonstiges (9) Bei zerebraler Ischämie infolge Okklusion der Arteria cerebri media kam es zu neurologischen Einschränkungen, Nekrosen im Hippocampus, Zunahmen der Entzündungsmediatoren im Hirngewebe (TNF- alpha, Interleukin 1beta und Interleukin 6) und einer Stimulation des TLR4 / NF-kappaB- Signalweges (Expressionen von TLR4, HMGB1, TRAF6, IKK beta und NF kappaB p65) in der Mikroglia des Gehirns. PC6 und LI11 zeigten bei zahlreichen Parametern günstige Wirkungen und waren dabei SP8 auch oft überlegen.[1484327781-de] (10) An LI11 unterscheiden sich motorische und sensorische Innervation von Muskulatur und Subkutangewebe, das legt nahe, daß die Signale nach tiefer und oberflächlicher Nadelung über unterschiedliche neuronale Signalwege laufen.[1485774850-de] (14) Bei gesunden Tieren steigert LI11 die elektrischen Aktivitäten im Nukleus fastigii des Kleinhirns nur leicht.[1525254619-de] (21) Über 7 Tage wurde bei Mäusen mittels MC903 (Vitamin D Analogon topisch auf die Wangenhaut aufgetragen) eine atopische Dermatitis induziert. Dadurch kam es zu deutlichen Hautschäden, vermehrter Kratzfrequenz, sowie ausgeprägten angst- und depressionsähnlichen Verhaltensstörungen und es stiegen zudem im Blut Corticosteron, in Nucleus accumbens (NAcc), dorsolateralem Striatum und dem ventralen tegmentalen Areal (Belohnungszentren) phosphoryliertes Dopamin- und cAMP-reguliertes Phosphoprotein mit 32 kDa (pDARPP-32), phosphoryliertes cAMP-response-element-binding Protein (pCREB), DeltaFosB (FosB) und BDNF (engl.: brain-derived neurotropic factor) und es sanken dort Tyrosinhydroxylase (TH) und Dopamin-D1-Rezeptor (D1R). Die Tiere erhielten jeweils vor der Auftragung Akupunktur an LI11 oder einem Nicht-Akupunktur-Punkt (NAP) am Gesäß. Die Nadel wurde jeweils 30 Sekunden lang zweimal pro Sekunde gedreht und sofort wieder entfernt. NAP bewirkte keine signifikante Veränderungen zur modellierten Gruppe, LI11 hingegen reduzierte Hautschäden, Kratzfrequenz, angst- und depressionsähnliche Verhaltensstörungen, Corticosteron (Reduktion um 92,4 Prozent im Vergleich zur Modellgruppe), FosB, BDNF und pDARPP-32 und steigerte TH und D1AR.[1750839554-de] Kontrollpunkt (16) Als unwirksamer Kontrollpunkt (verglichen mit ST36) bezüglich Veränderungen der Motilität des Dünndarms und der entsprechenden Hormone[1531131986-de] (17) Als unwirksamer Kontrollpunkt Wirkung bei Angstverhalten infolge bakterieller Endotoxine (Lipopolysaccharide).[1564502827-de] (19) Bei Ratten mit Koronarischämie zeigte sich verglichen mit gesunden Tieren im lokalen Gewebe des Punktes PC6 ein signifikantes Ansteigen von Adenosin. Dieser Anstieg war schwächer auch in PC3 und PC2 und wesentlich weniger an LI11 und LI15 nachweisbar.[1643100036-de] Quellen: www.AkuData.de: [Quelleneinbindung in eckigen Klammern entspricht AkuData-Index] |
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